76698 Ubstadt
Seegrabenstr. 1
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Kennst du das Land…wo die Zitronen blühen? Mit schwärmerischen Worten bezeugte nicht nur Goethe die Sehnsucht des Nordeuropäers nach südlichen Gefilden. Der Drang nach Süden zieht sich durch die Jahrhunderte von den Pilgern in alten Zeiten bis zu den Adriafahrern und Toskanareisenden unserer Tag. Die ersten „Touristen“ pilgerten zu den Gräbern von Petrus und Paulus, zu den heiligen Stätten und in die „Weltzentrale“ des Christentums. Später suchten Bildungsreisende die Spuren der klassischen Antike in Rom, Athen oder Pompeij; Künstler ebenso wie Handwerker lernten von den Meistern der Antike, der italienischen Renaissance oder der maurischen Hochkultur in Spanien, schwärmten vom Licht und den Landschaften des Südens. Die Reisenden aus dem Norden bewunderten nicht nur die Baudenkmäler, Skulpturen und Gemälde, die Gärten und Gartenhöfe in Spanien und Italien. Sie waren auch fasziniert von der lichten Unbeschwertheit sowohl in der Landschaft; wie auch in der Mentalität und Lebensart der Menschen.
All diese Reiseziele und -zwecke haben auch für uns heute noch Bestand, wobei sich die Gewichte im Lauf der Zeit vielleicht etwas verschoben haben. Für die meisten von uns „Nordlichtern“ zählt in erster Linie Sonne südliche Anmutung, wie sie schon von den ersten Hanfpalmen nach dem Alpenhauptkamm und den ersten ausgepflanzten Oleanderbüschen in Bellinzona vermittelt wird. Das führt zu den bekannten wochenendlichen Karawanen an die oberitalienischen Seen, bevorzugt im Frühjahr gilt der Gardasee als „München-Süd“.
Aber natürlich gibt es weitere Reize des Südens, die Architektur „alter Steine“, die Landschaft, die Gärten, die Küche und nicht zuletzt fasziniert uns die Mentalität des „süßen Lebens“ bzw. „süßen Nichtstuns“, von der wir glauben, sie nur vor Ort annehmen zu können.
Den südlichen Strand und die Baudenkmäler können wir nicht so leicht über die Alpen schaffen, um sie zu erleben, müssen  wir hinfahren. (Manchmal haben wir auch Glück und bekommen wie 2003 einen prächtigen Mittelmeersommer frei Haus, was unseren Sohn Lukas zu einer Strandparty im Innenhof inspirierte: Eine große Plane für den improvisierten Pool, eine LKW-Ladung Sand, Muscheln und Fackeln, Mädchen in Baströcken und Bikini, sowie eine Strandbar mit exotischen Drinks, dazu noch Nachttemperaturen über 20°C – das Karibikfeeling war perfekt ). Trotz Klimawandel werden wir nicht alljährlich mit einem Sommer wie im Süden  rechnen können. Aber lauschige, von alten Steinen gesäumte Plätzchen gibt`s auch bei uns, mit unkomplizierter und doch qualitätsorientierter Küche, wo sich der regionale Wein mit Genuß erleben lässt. Diesen Hauch des Südens wollen wir schaffen in unserem Hof, unter Feigenlaub und Weinpergola, gegliedert von Oleandern, Palmen  und Buchsbaum, mit Farbtupfern von Hibiskus und Bougainvillea.