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Zeitmanagement Die Zeit die bleibt
Begeistert kommt der auswärts studierende Sohn nach Hause ins elterliche Weingut: „Vater, letzte Woche war ich bei einem Zeitmanagement-Seminar,
das war klasse, das muss ich dir zeigen, wie uns der Professor die Problematik der Zeiteinteilung veranschaulicht hat.“ Also setzen sich die beiden mit einer Flasche Wein an den Küchentisch und der Junior beginnt mit der Vorführung. Er füllt einen großen Glaskrug vorsichtig bis oben hin mit
faustgroßen Steinen. „Jetzt ist der Krug voll, nicht wahr?“ fragt er den Vater, „Ja“ antwortet dieser, „der Krug ist voll.“
Vorsichtig schüttet der Sohn jetzt Kies auf die groben Steine und bewirkt
durch Schütteln, dass der Kies die Zwischenräume im Glas ausfüllt. „Du siehst, ging doch noch was rein, aber jetzt ist voll, nicht wahr?“ „Ja“ bestätigt der alte Winzer, „jetzt ist voll.“
Diese Antwort hat der Junge erwartet und streut eine handvoll feinen Sand in den Krug und der Sand
rieselt zwischen den Steinen hindurch und füllt die verbliebenen Hohlräume.“War also doch noch Platz“ stellt der Vater fest, „guter Trick!“
„Ja, und jetzt kommt`s“ erzählt der Student begeistert „der Professor hat uns dann erklärt:
Der Krug steht für ihr Leben, für die Zeit, die sie zur Verfügung haben. Die Steine sind die wichtigen Dinge im Leben: ihre Familie, ihr Partner, ihre Gesundheit, ihre Träume, ihre Kinder, Dinge, die - wenn
alles andere wegfiele und nur sie übrig blieben - ihr Leben immer noch erfüllen würden. Die Kieselsteine sind andere, weniger wichtige Dinge wie z.B. ihre Arbeit, ihre Wohnung, ihr Haus oder ihr Auto.
Der Sand symbolisiert die ganz kleinen Dinge im Leben. Wenn sie den Sand zuerst in das Glas füllen bleibt kein Raum für die Kieselsteine oder die großen Steine.
So ist es auch in ihrem Leben, wenn sie all ihre Energie für die kleinen Dinge in ihrem Leben aufwenden, haben sie für die großen keine mehr.
Achten sie auf die wichtigen Dinge, achten sie auf ihre Gesundheit, nehmen sie sich Zeit für ihre Kinder oder ihren Partner. Es wird noch genug Zeit bleiben für Arbeit, Haushalt, Zerstreuung. Achten sie zuerst
auf die großen Steine, sie sind es, die wirklich zählen. Der Rest ist buchstäblich nur Sand.“
Erwartungsvoll blickt der Sohn auf den Vater, um dessen Meinung zu hören. Der alte Winzer nickt
bedächtig mit dem Kopf. „Guck `mol“ sagt er und leert dann ein gutes Viertel Wein in den Krug, wo die Flüssigkeit im Sand versickert. „War doch noch net voll!“
Für einen Moment starrt der Sohn verblüfft auf den Krug, dann erhellt sich sein Blick wieder: „Das
bedeutet, auch wenn dein Terminkalender noch so voll ist, mit etwas Kreativität kannst du noch einen Termin dazwischen schieben!“
„Nee Bub,“ sagt der Alte und nimmt noch einen Schluck „das bedeutet: Egal wie erfüllt Dein Leben
ist, es ist immer noch Platz für ein Glas Wein“
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